Wislikofen
Wislikofen 2011
Besinnungstage der Deutschschweizerischen Sektion

«Unser Name ist Programm: Orden der Ritter vom Hl. Grab zu Jerusalem»
Domkustos und Dompfarrer Confrater Harald Eichhorn, Chur
4. bis 6. November 2011
Vier Säulen tragen die Besinnungstage: Unterweisung in der Lehre der katholischen Kirche, die tägliche Feier der Heiligen Eucharistie, Zeiten des gemeinsamen Gebets und der stillen Anbetung sowie die Pflege der Freundschaft.
Am Wochenende vom
4. bis 6. November fanden die diesjährigen Ordens-Besinnungstage der Deutschschweizerischen Sektion der Ritter vom Hl. Grab zu Jerusalem in der Propstei Wislikofen statt. Bei mildem, sonnigem Wetter, die Natur zeigte sich in ihrer schönsten Herbstfärbung, waren viele Ordens-Damen und -Ritter aus unterschiedlichsten Richtungen angereist.
Unser Referent, Domkustos und Dompfarrer, Cfr. Harald Eichhorn, Chur, lud uns ein, uns auf den Sinn unseres Christseins und unsere Berufung im Orden zu besinnen. Er führte uns in diesen 3 Tagen in seinen Vorträgen, gegliedert nach dem Konzept der 4-wöchigen Exerzitien des Hl. Ignatius von Loyola, immer tiefer in die Thematik: Unser Orden als päpstlicher Orden, die Kirche, das Papst-Amt, und immer: Christus das Fundament. Klare Aussage: Wir als Orden: mit der Kirche, mit dem Papst. Unser Rittertum in der Waffenrüstung Gottes, in der dreifach bewehrten Seelenburg. Das Grab Christi, aber als leeres und deshalb heiliges Grab, der auferstandene Christus, der in seiner Kirche lebt und wirkt. Und zuletzt das Leben mit einem neuen Blick, dem Blick auf das neue und himmlische Jerusalem sowie ein Blick auf unser Ordensleben mit seiner Symbolik.
Auf den detaillierten Inhalt der Referate kann hier leider nicht eingegangen werden. Dies würde den Rahmen sprengen. Der einzige Trost bleibt: Vielleicht schreibt Cfr. Harald Eichhorn eine ausführliche und fundierte Publikation zur Spiritualität unseres Ordens. Dies wünschen wir uns alle und dies hat er uns auch versprochen.
Segen und Gnaden wurden uns geschenkt in den Stunden des Gebets: Am Freitag-Nachmittag, es war Herz-Jesu Freitag, um drei Uhr nachmittags, zur Stunde der Barmherzigkeit, beteten wir den Barmherzigkeits-Rosenkranz, am Samstag-Nachmittag einen marianischen Rosenkranz und hielten dazu jeweils Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten.
Die tägliche Feier der Heiligen Messe gehört zum Ritual der Tage: Am Freitag die a capella gesungene Schubert-Messe mit einer schönen Predigt von unserem Prior, Cfr. Weihbischof Msgr. Martin Gächter über den Heiligen des Tages, den Hl. Karl Borromäus und dessen Bedeutung für die katholische Kirche, am Samstag die feierliche Lichtmesse, das «Luzenarium», mit Prozession im Kerzenschein, das «Lauda Jerusalem» singend, und der Predigt von Prior Cfr. Harald Eichhorn, am Sonntag die gemeinsame Messe mit der Pfarrgemeinde.
Die Tage waren ein grossartiges Erlebnis, die Zeiten der Referate waren im Nu vorbei, im Raum knisterte es fast vor Spannung. Wir waren begeistert und sprachlos, wie Cfr. Harald Eichhorn uns fesseln konnte. Er ist talentiert, Spiritualität glaubhaft, logisch, eindrücklich, klar und verständlich zu vermitteln. Nur in Wort und Tat gelebtes Christsein macht uns stark und ist auch die Grundlage für ein harmonisches Ordensleben.
Die Stimmung war sehr gut, fröhlich ging man abends zum Umtrunk in den «berühmten» Keller oder setzte sich in der Eingangshalle zum Plaudern zusammen.
Eine besondere Freude war die Teilnahme unseres Statthalters Jean-Pierre de Glutz-Ruchti. Zu danken ist dem Prior und dem Präsidenten der Deutschschweizerischen Sektion, Weihbischof Msgr. Martin Gächter und Dr. Rainer Lang und ein ganz besonderer Dank gilt dem Referenten:
Lieber Harald, hab herzlichen Dank für die Gestaltung dieser wunderbaren Tage und all Deine Fürsorge und Arbeit für den Orden!
Helmut und
Elisabeth Renner

