Beromünster
Ordensjahreszeit Beromünster
Die Ordensjahrzeit
Einem alten Brauch zufolge versammeln sich die Grabritter einmal jährlich zum Gebet für die verstorbenen Mitbrüder und –schwestern. Nach dem feierlichen Einzug in die Kirche wird die heilige Messe mit Homilie für die Verstorbenen gelesen. Die Namen derer, die im Verlauf des letzten Jahres von dieser Welt geschieden sind, werden memoriert. Der Zelebrant spricht einige Gebete, und die ganze Gemeinde begibt sich anschliessend zur Grabkapelle, wo eine schlichte Totenehrung stattfindet. Nach dem Segen begleiten Ritter und Damen den Klerus zurück, legen die Mäntel ab und begeben sich zum gemeinsamen Mittagessen.
Dieser Brauch der Ordensjahrzeit existiert seit der Gründung der Schweizerischen Statthalterei. So versammelt sich die Ritterschaft jährlich Ende Oktober am Stift in Beromünster, um ihrer Toten zu gedenken.
Im Kreuzgang des Stiftes befindet sich auch ein Wappenfries mit den Wappen schweizerischen Ordensmitglieder als sichtbares Zeichen einer lebendigen Ordensgemeinschaft, die ihre Aufgabe auch in Zukunft ernst und verantwortungsbewusst wahrnehmen will.
Auch die Confratres und Consorores der Section romande feiern jährlich diesen schönen Brauch, anfänglich in der Calvinstadt Genf, in den letzten Jahren in Ouchy. Die Mitglieder der Sezione della Svizzera italiana gedenken ihrer Verstorbenen in der Kathedrale San Lorenzo in Lugano.

